Aus dem Leben eines Schwimmers.

All in: Der große "Ich-schwimme-schneller"-Versuch 2020

MB_MST_frontal_geschnitten
Alle Artikel hier bei JohnnyWater.de haben ein Erstellungsdatum. Dieser auch, aber wie man unschwer erkennen kann, ist es ein Datum, das noch in der Zukunft liegt. Eigentlich müsste da 1.1.2020 stehen, nicht 31.12.2020. Aber dieser Artikel soll jetzt ein Jahr lang ganz oben auf der Seite stehen. Warum? Es ist Artikel Nummer Eins in einer Reihe von Artikeln, möglichst jeden Tag soll hier ein Eintrag erfolgen, ein Eintrag, in dem ich schreibe, was ich getan habe, um schneller im Wasser und besser bei Freiwasser-Rennen zu werden. Ein Trainingstagebuch, zu finden unter dem Punkt "Schneller schwimmen". Ich will nämlich noch mal versuchen, mein Schwimmen auf ein anderes Level zu heben. Mehr Training. Besseres Training. Eingefahrene, aber nicht sehr ergiebige Sachen ändern. Schlaueres Zusatztraining, schlaueres Zugseiltraining, Mobilty, Fitness, Kraftausdauer erhöhen. Und: Technik verändern, verbessern. Klingt nach einem Plan, oder?Weiterschwimmen, äh, -lesen …

Schnell, schneller, am schnellsten

Flower
Es ist ja alles nicht so einfach: da trainiert und trainiert und trainiert der "Schwimmer im besten Alter", aber weil das beste Alter nicht immer das mit der größten Leistung ist, ist es mit der Geschwindigkeit im Wasser nicht so wie früher, als man mit dem gleichen Aufwand schneller und schneller und schneller wurde. Woran das liegt? Am Körper, der kann nämlich einfach nicht mehr so, weil ihm die Regenerationskraft, die Muskelmasse, die Leistung fehlt. Könnte man jetzt natürlich sagen: Gut, dann muss ich ja nicht mehr trainieren, hat ja eh alles keinen Zweck, der liegt falsch. Denn was sich sehr wohl noch verbessern lässt, ist die Technik. Klar, irgendwann einmal lässt einen auch die Beweglichkeit im Stich, dann sind manche Bewegungsabläufe einfach nicht besser hinzubekommen (dieser hohe Ellbogen bereitet mir jetzt schon so manche Schwierigkeiten). Aber viele Sachen, die man früher falsch gemacht hat, kann man auch im hohen Alter noch ausbügeln, sagen die Fachleute.

Einer dieser Fachleute ist Ernest W. Maglischo. Von ihm stammt so etwas wie die "Bibel der ernsthaften Schwimmer und Trainer", ein Buch namens "Swimming Faster". Das stammt aus dem Jahr 1982, wurde dann überarbeitet ("Swimming Even Faster") und dann noch einmal überarbeitet: "Swimming Fastest"! Ich habe es (neben etlichen anderen Bücher über das Schwimmen und das Schwimmtraining) auch und sehe immer und immer mal wieder nach, auf was ich denn so achten könnte. Alle Schwimmarten, Starts, Wenden, Trainingsprinzipien, Erholung, Wettkampfvorbereitung, Aufwärmen und Ausschwimmen und vieles mehr finden sich da sehr ausführlich beschrieben. "Swimming Fastest" in Verbindung mit Youtube-Videos = Klarheit.

Dazu kommt: es gibt so viele Weisheiten aus dem Schwimmsport, die sich oft widersprechen, die oft auch schon veraltet sind, da hilft es ungemein, ein festes Nachschlagewerk zu haben. Am besten sind meiner Ansicht nach die Kapitel, in denen die häufigsten Fehler bei den einzelnen Schwimmarten besprochen werden. Falls ich doch noch mal den Trainerschein machen sollte, dann dürfte das meiner Gruppe sehr helfen. Falls nicht, hilft es mir schon jetzt! Ach ja, das Buch ist groß (Din A 4) und dick (fast 800 Seiten), aber gebraucht gar nicht so teuer. Es sollte aber die letzte Ausgabe sein, in der ersten steht doch der ein oder andere Unsinn, aber damals wusste man es eben nicht anders.

Die verflixten Beine

Flower
Was tun? Ich habe einen wirklich schlechten Beinschlag bei Kraul und Rücken! Merke ich daran, dass ich mich im Training immer ziemlich weit hinten einreihen muss, wenn wir "Beine schwimmen". Weit hinten heißt: hinter vielen, die normalerweise langsamer sind als ich.

Was aber tun? Wie macht man jahrzehntelange Vernachlässigung, eventuell auch falsche Technik, wieder gut? Das ist ohne Videokamera gar nicht so einfach. Und Videokameras sind bei uns im Schwimmbad prinzipiell verboten. Ich will das trotzdem konsequent angehen - und gehe davon aus, dass das erst einmal eine monatelange, langwierige Aufgabe werden dürfte. Viel Stoff, der hier immer mal wieder Thema sein dürfte.

Wie anfangen? Mit einer Bestandsaufnahme! Woran könnte es denn liegen, dass ich so langsam auf den Beinen bin?

Weiterschwimmen, äh, -lesen …