Aus dem Leben eines Schwimmers.

Und immer schön der Costa Brava entlang

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Wahrscheinlich sollte man das gar nicht so ausbreiten, weil sonst noch mehr Touristen kommen. Andererseits: schwimmende Touristen sind die besten Touristen. Und je mehr von ihnen kommen, desto schöner wird es im Wasser. So jedenfalls meine Theorie. Also, um was geht es? An der Costa Brava, diesem zerklüfteten Stück Küste zwischen Barcelona und der französischen Grenze am spanischen Mittelmeer haben vor einiger Zeit die Tourismusverantwortlichen (oder wer auch immer) Schwimmzonen eingerichtet. Hier der Link zu den offiziellen Seiten. Das sind Strecken, die ein bisschen länger sind als nur ein paar Dutzend Meter, abgesperrt mit Bojen, Flächen, in die (theoretisch) kein Boot eindringen darf. Ich bin das erste Mal vor Jahrzehnten mit meinen Eltern an die Costa Brava gefahren, immer in den gleichen, sehr kleinen Ort, in den ich auch jetzt noch mal gefahren bin, um dort zu schwimmen. Aufmerksame Leser merken wahrscheinlich gerade, dass ich den Ortsnamen nicht nenne. Zumindest ein bisschen möchte ich ihn geheimhalten. Für das Schwimmen macht es auch keinen Unterschied: das Wasser ist an all den verschiedenen Schwimmstellen gleich angenehm und ziemlich klar, es gibt ab und zu Quallen, Wellen sind je nach Tagesform kaum bis ganz schön ordentlich vorhanden. Ich fand das jedenfalls toll, das Mittelmeer und die Costa Brava noch mal anders zu entdecken, gerade, wenn man alleine schwimmt (was man natürlich nicht machen soll, was für mich aber manchmal den Reiz erhöht) ist das wie ein kleines Abenteuer: um die Ecke geschwommen, weg sind Strand und Boote und Menschen (und natürlich auch der Lifeguard). Wie man hier auf dem Foto sieht, ist in der Bucht, in der ich war, ohnehin nicht viel los, aber das liegt daran, dass da im Oktober so langsam alles eingemottet wurde und auch die Bojen für die Schwimmstrecke langsam abgebaut wurden. Im Sommer ist das vielleicht alles noch mal ganz anders, vermutlich voller und lebhafter und vielleicht weniger aufregend, dafür eventuell besser für furchtsame Seelen. Anders als geplant bin ich tatsächlich nur zwei Mal so richtig lange geschwommen. Dafür habe ich ein paar Schwimmer mit Neopren beobachtet. Und eine Swimquest-Reisetruppe, falls es interessiert, war auch dort. Gerne wieder.