Schwimmen, schwimmen, schwimmen.

Trainieren wie die "Profis"

Las_Playitas auf Fuerteventura: PoolansichtZwei Wochen lang zwei Mal am Tag im Becken trainieren? Dazu Krafttraining, Open-Water-Sessions, Mobility, Stretching und jede Menge Theorieunterricht? Hört sich anstrengend an!Aber auch ein bisschen wie ein Traum für Schwimmbegeisterte, die es ernst meinen mit dem Sport. Hannes Hawaii Tours bietet mehrmals im Jahr solch spezielle Trainingslager auf Fuerteventura an Das Schönste daran: Eins findet Ende November, Anfang Dezember statt - also dann, wenn es in Deutschand grau und ungemütlich wird. Auf den Kanaren aber herrscht eher Frühlings- bis Sommerwetter, mit viel Sonne und warmen, aber nicht zu warmen Temperaturen. Das Trainingslager findet in Las Playitas statt, einer Hotel-/Apartment-Anlage mit verschiedenen Sporthallen und Sporplätzen, Tennis-Courts, Golfplatz, zwei kleineren Pools und einem großen mit 50-Meter-Becken. Hier findet auch der Großteil des Trainings statt.
Weiterschwimmen, äh, -lesen …

Tegernseeschwimmen ohne Tegernsee

 FlowerIn der Alpenregion gibt es eine schöne Wetttkampfreihe: Den Arena Alpen Open Water Cup - eine Reihe von verschiedenen Freiwasserschwimmen in den schönsten Seen in der Region. Man kann in den einzelnen Wettkämpfen Punkte sammeln, gelangt am Ende in eine Gesamtwertung. Aber natürlich kann man auch an nur einem Rennen teilnehmen - in meinem Fall war das jetzt das Tegernseeschwimmen. Aber 2021 ist ja bekanntlich ein leicht verrücktes Jahr, deshalb fand das Tegernseeschwimmen nicht im Tegernsee, sondern im Simssee in Oberbayern statt. Am Tegernsee sah man sich nämlich nicht in der Lage, eine coronagemäße Veranstaltung durchzuziehen, am Simssee aber schon, dort gibt es ein sehr großes Rasengelände mit Parkplatz, wo sich ein paar hundert Menschen ohne Probleme treffen und mit- bzw. gegeneinander schwimmen können.Weiterschwimmen, äh, -lesen …

Ein bisschen Normalität: Müggelsee 2021

Flower2021 … für manche Schwimmer und Schwimmerinnen ein schönes Jahr, weil sie so oft wie nie zuvor im See oder am Meer schwimmen waren. Für andere eigentlich nur die Wiederholung von 2020: Pandemiebedingt (und natürlich wegen des Wetters) war kein normales Training möglich, die erste Hälfte des Jahres alle Hallen oder Freibäder zu, danach musste man erst einmal wieder in Fahrt kommen, das Training langsam aufnehmen, sich die fehlende (Schwimm-)Fitness wieder holen, Beweglichkeit neu erarbeiten, die eingerostete Technik wieder abrufen. Mit der Motivation war das natürlich auch so eine Sache: Wettkämpfe sind ja eher rar geblieben. Und ob ein Rennen oder ein Wettkampf dann auch wiirklich stattfinden würde, war ja auch nicht sicher.Weiterschwimmen, äh, -lesen …

All in: Der große "Ich-schwimme-schneller"-Versuch 2020

FlowerAlle Artikel hier bei JohnnyWater.de haben ein Erstellungsdatum. Dieser auch, aber wie man unschwer erkennen kann, ist es ein Datum, das noch in der Zukunft liegt. Eigentlich müsste da 1.1.2020 stehen, nicht 31.12.2020. Aber dieser Artikel soll jetzt ein Jahr lang ganz oben auf der Seite stehen. Warum? Es ist Artikel Nummer Eins in einer Reihe von Artikeln, möglichst jeden Tag soll hier ein Eintrag erfolgen, ein Eintrag, in dem ich schreibe, was ich getan habe, um schneller im Wasser und besser bei Freiwasser-Rennen zu werden. Ein Trainingstagebuch, zu finden unter dem Punkt "Schneller schwimmen". Ich will nämlich noch mal versuchen, mein Schwimmen auf ein anderes Level zu heben. Mehr Training. Besseres Training. Eingefahrene, aber nicht sehr ergiebige Sachen ändern. Schlaueres Zusatztraining, schlaueres Zugseiltraining, Mobilty, Fitness, Kraftausdauer erhöhen. Und: Technik verändern, verbessern. Klingt nach einem Plan, oder? (Weil ich das jetzt gerade, im Januar 2022, lese: es kam dann alles ganz anders als gedacht. Aber das nur als update.)Weiterschwimmen, äh, -lesen …

Durchs Rote Meer mit Muränen und Feuerfischen

Siegerehrung beim Red Sea Swim Cup 2020Mag sein, dass ich nicht besonders einfallsreich bin, was meine Schwimm-Wettkämpfe angeht, aber so lange sie mir Spaß machen, mache ich sie notfalls auch zum 10. Mal. Am Roten Meer, im israelischen Eilat, war ich jetzt allerdings erst zum dritten Mal. Und das dritte Mal bin dort beim Red Sea Swim Cup geschwommen. Der Red Sea Swim Cup findet immer einen Tag nach dem Israman-Triathlon in Eilat statt - und das ist immer Ende Januar, Anfang Februar. Kaltes Wasser, ungemütliches Wetter, könnte man denken. Ist aber nicht so, da unten am Roten Meer herrschen sommerliche Temperaturen, vor allem tagsüber, wenn die Sonne scheint. Und sie schien in der Woche, in der ich da war, jeden Tag.
Ich bin deshalb auch so gut wie jeden Tag im Meer geschwommen, von entspannten 1200 Meter an Tagen, wo ich gar nicht so viel schwimmen wollte, bis hin zu 7,5 km im eigentlichen Rennen. Für mich dauert das etwas über zwei Stunden, dieses Jahr 2:15 h, also 5 Minuten länger als letztes Jahr. Woran das lag? Ganz ehrlich: ich glaube, die Strecke war etwas länger als im letzten Jahr. Die Bojen, um die man im Rechteck-Kurs herumschwimmen muss, sind nicht alle fest am Boden verankert, die eine Eckboje ist durch den Wind immer weiter aufs Meer geweht worden, bis sie kurz vor Schluss wieder an alter Stelle war. Ich selbst, da bin ich mir ziemlich sicher, bin schneller geschwommen als im Jahr zuvor, aber habe dadurch keine schnellere Zeit erreicht (wobei ich natürlich zugeben muss, dass subjektives Empfinden täuschen kann, vielleicht war ich gar nicht schneller, sondern nur fitter, so dass sich die 7,5 km nicht so hart angefühlt haben. Egal, am Ende hat es zu Platz 2 in meiner Altersgruppe gereicht, wobei der 1. deutlich schneller war als ich. Und der 3. deutlich langsamer.
Vom Schwimm-Cup abgesehen, ist Eilat wirklich entspannt. Man sieht im Meer noch richtig spannende Fische (Muränen, Feuerfische, Rochen, Kofferfische, so ganz langezogene pfeilähnliche Fische). Quallen waren auch ein paar da, aber diese bläulich-durchsichtigen, die, glaube ich, nicht wirklich etwas tun. Ich bin einmal über eine rübergeschwommen, habe mich zwar erschreckt, aber nichts hat gebrannt. Zu essen gab es jeden Tag Falafel, die Zeit habe ich mir unter anderem in verschiedenen Sport-Outlet-Stores vertrieben. Und am Strand. Nächstes Jahr bin ich, wenn alles glatt geht, wieder dabei.

Morocco Swim Trek 2019: 30 Kilometer schwimmen

Zielankunft Open-Water-Schwimmen MarokkoSeit 2015 gibt es "Morocco Swim Trek". Ein mehrtägiges Schwimmrennen in der Westsahara, das zwar so heißt wie der englische Schwimmreisen-Veranstalter, mit dem aber nichts zu tun hat. "Morocco Swim Trek" ist ein ziemlich außergewöhnliches Event, man schwimmt an vier aufeinanderfolgenden Tagen insgesamt 30 Kilometer. Ich war 2018 das erste Mal dabei - und weil das zum Teil nicht so ganz abgelaufen war, wie ich mir das vorgestellt hatte, ging es auch 2019 wieder in die Westsahara, ins Zelt direkt an der Lagune von Daklha. Und hier schon mal der Hinweis: Wem gefällt, was ich über diesen Trip berichten kann, der sollte sich überlegen, da hinzufahren und mich zu kontaktieren. Als Gruppe, auch als Kleingruppe, macht das sehr viel mehr Spaß! Aber der Reihe nach! Die Anfahrt bzw. der Anflug war dieses Mal komplizierter. Dakhla, der Flughafen in der Gegend, kann nicht jeden Tag angeflogen werden, ich und ein Freund aus dem Schwimmverein kamen mitten in der Nacht an, mussten dann noch 30 Kilometer vom Flughafen zur ersten Unterkunft, einem wirklich schönen Surfcamp direkt am Wasser fahren. Am nächsten Tag dann das Briefing, an den darauffolgenden Tagen die vier Rennen von 6,5 km, 8,5 km, 10 km und 5 km Länge. Wer übrigens glaubt, anhand der Länge der einzelnen Rennen sagen zu können, welches am leichtesten, welches am anstrengendsten war, der irrt sich.Weiterschwimmen, äh, -lesen …

100x100 in Braunschweig

Blaues Wasser, ein Mann, eine Frau, jetzt wird gegessenIch bin mir nicht ganz sicher, wie groß der Trainingseffekt einer "100 x 100"-Einheit ist, aber bilde mir ein, dass das als Vorbereitung für Langstreckenwettkämpfe nicht schaden kann. Warum? Man schwimmt ja eher im langsamen Ausdauerbereich, ziemlich nah an seinem CSS-Tempo, das kann nicht schlecht sein. Aber das ist ja nur die körperliche Seite, die geistige ist ja bei der langen Strecke auch wichtig. Man beschäftigt sich mit dem "warum". Nicht so sehr in der ersten Stunde, aber dann, später. Wenn es anfängt, weh zu tun. Aber der Reihe nach: mein viertes 100x100m-Schwimmen fand in Braunschweig statt. In einem schönen Schwimmbad, mit ein paar Dutzend anderen. Und auch wenn es jedes Mal ein bisschen leichter wird, tut es eben weh. Es war der 9.November, zwei Wochen vor Abreise zum großen Schwimmen in Marokko. Bahn nach Bahn nach Bahn. Und als wäre das nicht genug gewesen, ging es auch noch mit der Bahn von Berlin nach Braunschweig und mit der Bahn von Braunschweig zurück nach Berlin. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir nach dem dreieinhalb Stunden langen Schwimmen auf dem Nachhauseweg in der Bahn etwas eingefangen habe und dann erst einmal zwei Wochen lang krank im Bett lag. Aber gefühlt ist ja gerade jeder zweite krank, vielleicht war das auch schon vorher passiert. Oder etwas später. So oder so: ich weiß jetzt noch ein bisschen besser, dass ich 10 Kilometer ohne große Probleme bewältigen kann. Nur das mit dem Essen muss ich noch ein bisschen besser auf die Reihe bekommen, da unterschätze ich den Kalorierenbedarf. Später mehr dazu!

Und noch einmal von Europa nach Asien

Urkunde für das Dardanellen-Schwimmen 201930. August 2019: und wieder schwimmen Hunderte von Europa nach Asien. Wie man hier auf der Urkunde sehen kann, ist die offizielle Länge sechseinhalb Kilometer, aber das stimmt so nicht - es sind so um die vier und dazu kommt, wie ich schon im letzten Jahr feststellen konnte, eine starke Strömung. Aber offenbar nicht so stark wie im letzten Jahr, ich war nämlich, trotz definitiv besserer Form, ein paar Minuten langsamer. Es hat trotzdem gereicht fürs Podium, Platz 3 in meiner Altersklasse. Aber Ergebnisse (und auch Zeiten bei solch wechselhaften Bedingungen) sind ja eher langweilig. Spannend ist, was drumherum passiert. Im letzten Jahr waren die Organisatoren (und auch die Einheimischen im Ort Canakkale) ziemlich dankbar, dass so eine große Gruppe aus dem Ausland angereist war. Denn im Zuge der innenpolitischen Lage in der Türkei war der Tourismus offenbar zurückgegangen. Dieses Jahr aber war wirklich viel los, nicht nur, was uns als zusammengewürfelte Gruppe von Engländern, Deutschen, Amerikanern, Südafrikanern, Franzosen, Niederländern etc. anging, sondern auch den Tourismus innerhalb der Türkei. Der Ort war voll! Und das Schwimmen? War auch voll. Voll gut. Es ist eben ein besonderes Erlebnis, von einem Kontinent zum anderen zu schwimmen. Und dazu noch in einem Gewässer, das so dicht befahren ist wie eben die Dardanellen. Ein anspruchsvolles Schwimmen, bei dem man ziemlich genau darauf achten muss, wo man hinschwimmt. Das Ziel ist nämlich wegen der starken Strömung nur in einer Kurve oder Parabel zu erreichen, der direkte Weg führt am Ziel vorbei, da kann man sich dann von Begleitschiffen rausfischen lassen. Wie gesagt: alles auch unter dem Eintrag vom letzten Jahr nachzulesen. Im nächsten Jahr, wenn ich denn noch einmal dort schwimmen sollte, würde ich jedenfalls versuchen, einen direkteren Weg zu nehmen. No risk, no fun!

Um unsere Webseite optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.